Unterschiedliche Schilderungen der ersten Vision miteinander in Einklang bringen

Joseph Smiths weniger bekannte Berichte der ersten Vision vermitteln einen tieferen Einblick in die Ereignisse und können Ihr Zeugnis stärken.

"„Denn ich hatte eine Vision gesehen, das wusste ich; und ich wusste, dass Gott es wusste; und ich konnte es nicht leugnen.“ – Joseph Smith"

Als Joseph Smith 14 Jahre alt war, erschienen ihm Gott der Vater und Jesus Christus in einem Waldstück in der Nähe seines Elternhauses. Im Laufe seines weiteren Lebens schrieb Joseph Smith vier Berichte über dieses Ereignis nieder. Dabei wurden jedes Mal unterschiedliche Details und Schwerpunkte hervorgehoben. 

Manche Kritiker meinen, dass das Vorhandensein unterschiedlicher Berichte die Wirklichkeit der Ereignisse in Frage stellt. Der Artikel „Berichte über die erste Vision“ in den Evangeliumsthemen bei LDS.org lehrt aber das Gegenteil: „Durch den reichhaltigen historischen Bericht können wir mehr über dieses bemerkenswerte Ereignis erfahren, als wenn es weniger gut dokumentiert wäre“ (Hervorhebung hinzugefügt).

Als eines der Hauptargumente führen Kritiker die unterschiedliche Anzahl der Personen an, die Joseph Smith erschienen sind. Im ersten Bericht, der 1832 geschrieben wurde, heißt es: „Der Herr öffnete mir den Himmel und ich sah den Herrn.“ In drei späteren Berichten, die 1835, 1838 und 1842 geschrieben wurden, beschreibt Joseph Smith zwei Personen.

Allerdings kann die Bedeutung des Ausdrucks „der Herr“ im Bericht von 1832 auch anders verstanden werden. Laut dem Artikel in den Evangeliumsthemen auf LDS.org, könnte Joseph Smith damit auch auf beide himmlische Gestalten hingewiesen haben. Man muss berücksichtigen, dass Joseph Smith 1832 nur ein eingeschränktes Verständnis von der Gottheit hatte, und dass seine genauer werdenden Beschreibungen der ersten Vision, seine zunehmende Erkenntnis reflektieren.

So, wie wir lernen und beten, von anderen Bereichen des Evangeliums ein Zeugnis zu erhalten, sollten wir auch die Berichte der ersten Vision vernehmen und darüber beten. Wie es in dem Artikel heißt: „Wenn [man] Gott fragt und sich fest vornimmt, gemäß der vom Heiligen Geist offenbarten Antwort zu handeln, dann wird [einem] kundgetan werden, dass Joseph Smiths Vision wahr ist.“

Hinweis: Die Originale der vier Berichte sind gescannt und stehen online zur Verfügung (s.u.). Die Berichte von 1838 und 1842 sind auch offiziell auf Deutsch verfügbar.

Den vollen Artikel „Berichte über die erste Vision“ lesen

Quelle: Evangeliumsthemen
—Alissa Holm, Mormon Insights

Weitere Einblicke finden

Einen Artikel über die Erste Vision in der Zeitschrift Der Stern lesen

Elder James E. Fausts Gedanken als er den „Heiligen Hain“ in Palmyra besuchte, der Ort wo die Erste Vision stattfand, und seine Einblicke dazu lesen

„Warum ist die erste Vision wichtig?“

Das Zeugnis Präsident Dieter F. Uchtdorfs, ein Apostel des Herrn, über die erste Vision 

Die Worte Präsident Gordon B. Hinckleys, über das absolute Wunder dieses Werkes, das mit der ersten Vision Joseph Smiths anfing lesen

Übersetzt von Gwyn Kutschke und Charlotte Noelle Champenois, Mormon Insights

Foto von Adrian Malec auf Flickr

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